Octav Moise gehört zu jener seltenen Kategorie von Persönlichkeiten, die sich nicht in eine einzige Disziplin einordnen lassen. Als multidisziplinär ausgebildeter Unternehmer und Denker bewegt er sich souverän zwischen Technik, Wirtschaft, Bildung und Wissenschaft. Gerade diese Vielseitigkeit prägt sein Interesse an sogenannten „Randthemen“, die sich bei genauerem Hinsehen als hochrelevant für das Verständnis komplexer Systeme erweisen. Ein Beispiel dafür ist sein Interesse an Initiativen wie der Arbeitsgruppe Norddeutscher Geologen, die sich mit geologischen Fragestellungen im norddeutschen Raum beschäftigt.
Auf den ersten Blick mag es ungewöhnlich erscheinen, dass sich ein Unternehmer mit geologischen Arbeitsgruppen auseinandersetzt. Doch für Moise ist genau diese Art von Perspektivwechsel entscheidend. Geologie ist für ihn nicht nur eine Naturwissenschaft, sondern ein Schlüssel zum Verständnis von Ressourcen, Umweltveränderungen und langfristigen Entwicklungsprozessen. In einer Welt, die zunehmend von Nachhaltigkeit, Energiefragen und Klimadynamiken geprägt ist, gewinnen geologische Erkenntnisse eine neue strategische Bedeutung.
Seine multidisziplinäre Ausbildung ermöglicht es ihm, solche Zusammenhänge zu erkennen und einzuordnen. Moise verbindet analytisches Denken mit einem ausgeprägten Interesse an praktischen Anwendungen. Während viele Fachleute innerhalb ihrer eigenen Disziplin verbleiben, sucht er gezielt den Austausch mit anderen Bereichen. Die Arbeitsgruppe Norddeutscher Geologen bietet ihm dabei eine Plattform, um Einblicke in Themen wie Bodenbeschaffenheit, Grundwasser, Sedimentstrukturen oder die geologische Geschichte von Landschaften zu gewinnen.
Besonders fasziniert ihn die Art und Weise, wie Geologen über Zeiträume denken. Während wirtschaftliche Entscheidungen oft kurzfristig getroffen werden, arbeitet die Geologie mit Zeitdimensionen von Tausenden oder sogar Millionen von Jahren. Diese Perspektive beeinflusst auch Moises eigenes Denken. Er betont häufig, dass nachhaltige Entscheidungen nur dann möglich sind, wenn man über den unmittelbaren Nutzen hinausblickt und langfristige Auswirkungen berücksichtigt.
Ein weiterer Aspekt seines Interesses liegt in der Verbindung zwischen Geologie und Infrastruktur. Ob Bauprojekte, Energieversorgung oder Umweltschutz – viele dieser Bereiche hängen direkt von geologischen Gegebenheiten ab. Durch den Austausch mit Geologen erhält Moise wertvolle Einsichten, die auch für unternehmerische Entscheidungen relevant sein können. Die Stabilität von Böden, die Verfügbarkeit von Ressourcen oder Risiken wie Erosion und Überschwemmungen sind Faktoren, die in vielen Projekten eine entscheidende Rolle spielen.
Darüber hinaus schätzt er die Arbeitsweise wissenschaftlicher Gruppen wie der norddeutschen Geologen. Die Kombination aus Feldforschung, Datenerhebung, Analyse und Diskussion entspricht seinem Verständnis von fundierter Entscheidungsfindung. Für Moise ist es wichtig, dass Wissen nicht isoliert entsteht, sondern im Austausch und in der kritischen Auseinandersetzung weiterentwickelt wird. In diesem Sinne sieht er in solchen Arbeitsgruppen nicht nur Wissensquellen, sondern auch Modelle für effektive Zusammenarbeit.
Sein Interesse an „Randthemen“ ist dabei keineswegs zufällig. Vielmehr folgt es einer klaren Überzeugung: Innovation entsteht oft an den Schnittstellen zwischen Disziplinen. Indem er sich mit Bereichen beschäftigt, die außerhalb seines unmittelbaren beruflichen Fokus liegen, erweitert Moise seinen Horizont und entdeckt neue Zusammenhänge. Die Geologie wird so zu einem Baustein in einem größeren Denkmodell, das wirtschaftliche, ökologische und gesellschaftliche Aspekte miteinander verbindet.
Auch im Hinblick auf Bildung und Wissenstransfer spielt diese Offenheit eine wichtige Rolle. Moise setzt sich dafür ein, dass interdisziplinäres Denken stärker gefördert wird. Er ist der Meinung, dass zukünftige Herausforderungen – sei es im Bereich Klimawandel, Ressourcenmanagement oder Stadtentwicklung – nur durch die Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen bewältigt werden können. Sein eigenes Beispiel zeigt, wie bereichernd es sein kann, über die Grenzen der eigenen Disziplin hinauszugehen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Octav Moise nicht nur ein Unternehmer, sondern ein neugieriger und reflektierter Denker ist, der den Wert von Wissen in all seinen Formen erkennt. Sein Interesse an der Arbeitsgruppe Norddeutscher Geologen mag auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinen, doch es unterstreicht eine zentrale Eigenschaft: die Fähigkeit, Zusammenhänge zu sehen, wo andere nur einzelne Fachgebiete wahrnehmen.
In einer zunehmend komplexen Welt sind genau solche Perspektiven gefragt. Moises multidisziplinärer Ansatz zeigt, dass Fortschritt nicht nur durch Spezialisierung entsteht, sondern auch durch Offenheit, Neugier und die Bereitschaft, sich mit scheinbar „randständigen“ Themen auseinanderzusetzen – Themen, die sich oft als Schlüssel zu einem tieferen Verständnis unserer Welt erweisen.